15.07.2022

Beweidung der Öslinger Wiesen

Wer im Ösling unterwegs ist, wird sie sicher schon auf Flächen der Stiftung Hellef fir d´Natur angetroffen haben: die verschiedenen Weidetiere sorgen momentan für die Pflege der artenreichen Grünland- und Feuchtwiesen.

Schafwanderung vom 09.07.2022

Die Schafe besitzen direkt zwei Funktionen: Beweiden sie die Flächen, fungieren sie als Mäh- und Entbuschungsarbeiter und machen den Einsatz von schweren Maschinen überflüssig. Zudem transportieren sie bei der Wanderung von einer Wiese zur nächsten Samen anhand ihrer Wolle und des Kots. Damit sorgen sie für den nötigen Austausch von Saatgut.

Die Schafwanderungen finden mehrfach im Jahr öffentlich statt.

Aber nicht nur Schafe grasen auf den Flächen der Stiftung. Auch auf die Hilfe von Rindern wird zurückgegriffen.

Galloway-Rinder in einer Feuchtwiese bei Lieler

Für die Beweidung der Flächen wird auf robuste, auf den feuchten Lebensraum angepasste Rinderrassen zurückgegriffen. In der Regel handelt es sich dabei im Galloway- und schottische Hochlandrinder. Doch auch Wasserbüffel kommen in besonders feuchten Standorten immer öfters zum Einsatz.

Schottische Highlander bei ihrem ersten Einsatz in einer Mädesüß-Wiese

Wie bei den Schafen wird auch bei den Rindern größtenteils auf eine Rotationsbeweidung gesetzt. So werden immer nur bestimmte Bereiche für einen kurzen Zeitraum beweidet, während sich die Vegation und Insektenwelt auf den brachliegenden Flächen erholen kann.